23. März 2014

Thüringer Huckelkuchen

In einem alten Schulkochbuch, welches ich auf einem Flohmarkt für 50 Cent erworben habe, entdeckte ich ein Rezept für folgende Thüringer Spezialität. Man kennt es in der Gegend auch unter dem Namen Prophetenkuchen oder Aufläufer. Ich kannte bisher weder eine der drei Bezeichungen noch habe ich je eine solch huckelige Süßspeise gegessen. Und nachdem ich diese Köstlichkeit nachgebacken habe, empfinde ich das als große Lücke in meinem bisherigen Dasein.
Der Teig ist schnell angerührt, schnell gebacken und ebenso schnell auf dem Tisch. 


Im Originalrezept wird der gebackene Kuchen dick mit flüssiger Butter bestrichen und mit Puderzucker bestäubt.
Damit ich das Eiweiß verwertet bekomme, habe ich es zu Schnee geschlagen, auf den gebackenen Fladen verteilt, noch wenige Minuten gebacken und auf die Butterschicht verzichtet.

Wichtige Mitteilung an alle Teigschlecker: laßt es, der schmeckt roh überhaupt nicht!
 

Ganz wichtig scheint wohl der hochprozentige Alkohol zu sein der hier verwendet wird. Nur dadurch soll der Kuchen huckelig werden.



Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

Für ein Backblech:

8 Eigelb

8 EL Öl
8 EL Rum 54 %
8 EL Mehl
in dem Mixtopf geben und 30 Sekunden/Stufe 4 gut verrühren.


Ohne TM:

- Eigelbe schaumig schlagen

- Öl darunter rühren
- Rum unterrühren
- gesiebtes Mehl einrühren
 

Den Teig auf ein mit Backfolie ausgelegtes Blech streichen und 10 Minuten bei 200 Grad backen.
In der Zwischenzeit die Eiweiße steif schlagen, dabei 3 EL Puderzucker hinzufügen, auf dem Kuchen verteilen und weitere 5 Minuten backen bis Schneeleicht gebräunt ist.






Kommentare:

  1. OMG hast du süße Kuchentellerchen Manu !!!!! olles Rezept :)

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  2. sorry, meine natürlich Tolles rezept!!!

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  3. Super, was Du alles ausgräbst und ausprobierst! Davon hatte ich noch nie gehört.

    Interessant auch die Info für Teigschlecker. Ich bin ja einer... Du wohl auch?! ;-)

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  4. Klasse, ichhab auch ein Buch in dem das Rezept ist. Das hat mich schon immer gereizt ihn zu backen, aber irgendwie bin ich davon weggekommen.
    Nun sollt ich ihn doch mal probieren. Danke für den Wink.

    Lieben Gruß
    Irene

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  5. Wow sieht der toll aus... den muss ich probieren!
    Großes Kompliment, Du hast sehr gute Rezepte! Danke fürs teilen!!

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  6. Ich freu mir gerade nen Keks an die Backe :D Tolles Rezept
    und der schmeckt tatsächlich wie der von meiner Oma. Danke fürs posten!
    Hab noch einen kleinen Tipp ;) eigentlich 2
    Der erste ist eine Website wo man alles wiederfindet an Rezepten,
    was Kindheitserinnerung wieder hochkommen lässt
    http://www.erichserbe.de/
    und der 2. Tipp ist für einen der leckersten Kuchen an den ich mich erinnern kann
    http://www.mdr.de/kultur/hirschhornkuchen100.html
    Den kann ich sowohl mit dunklem, als auch mit hellem wärmstens empfehlen :)

    Ganz viele liebe Grüße
    und eine wunderschöne Christi Himmelfahrt
    Angel

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  7. Sorry :) vergessen
    Der Kuchen schmeckt ohne Baiser besser
    Mit dem überschüssigen Eiweiß hat meine Oma
    immer Friands (kleine australische Tee-Küchlein)
    mit Himbeeren oder ganz ohne Früchte gemacht

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  8. Ich habe dieses Rezept auch grad in einem Buch "Die besten Rezepte aus der DDR" gefunden, - war sehr verwundert, daß in den Teig kein Zucker kommt, aber nun lese ich es hier auch so und werde es also nun sofort mal ausprobieren.
    In dem Rezept hier steht halt auch original: den etwas ausgekühlten Kuchen mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zitronensaft beträufeln und mit Puderzucker bestäuben.....werde ich mal so versuchen.

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