13. Juli 2014

Mein schwäbischer Kartoffelsalat

Julia von German Abendbrot meint, wir müßten mal über Kartoffelsalat reden und hat den Blogevent Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen! ins Leben gerufen und ich freu mich ganz besonders, daß dies ein
Zitat: "...gutes, altes Blog-Event (ohne fancy Gewinne, keine Rankings, kein Gedöns) das sich zum Ziel gesetzt hat, die vielen unterschiedlichen Rezepte aus allen Ecken der Republik (und darüber hinaus!) zu sammeln!"

Ich habe mein Rezept zwar schon mal zu den Maultaschen gepostet, hole es aber neu bebildert, hierfür gern noch mal hervor. Ich habe es vor über 30 Jahren in einer Reutlinger Boiz (Wirtshaus) von einer schwäbischen Köchin abgeschaut und im Lauf der Jahre meinem Geschmack angepaßt.

Bei Kartoffelsalat scheiden sich auch in unserem kleinen 2 Personen-Haushalt die Geister. Während mein nordisches Sabbermäulchen den Kartoffelsalat mit Schmand/Mayo liebt, vergöttere ich die schwäbische Variante mit Essig und Öl.
Daher kommt es, daß es bei uns  zu bestimmten Gerichten den einen und zu bestimmten Gerichten den anderen Kartoffelsalat gibt. Aber niemals! dürfen die Salate zu diesen bestimmten Gerichten ausgetauscht werden. Ordnung muß schließlich sein.

Den schwäbischen Salat gibt es bei uns zu:
- Maultaschensuppe
- als Beigabe zum Sonntagsbraten mit Spätzle und Soß
- gebackenen Leberkäse

Die nordische Variante gibt es bei uns zu:
- paniertem und ausgebackenen Fischfilet an Heiligabend und Karfreitag

Zu allem anderen, z.B. Würstchen, Gegrilltem, Schnitzel, Fleischküchle.... mache ich je nach Laune entweder den einen oder den anderen, am liebsten aber den einen.


Blogevent – Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen

5 mittelgroße Salatkartoffeln
1 mittlere Zwiebel fein gewürfelt
1-2 Schöpfer Brühe aus der Maultaschensuppe
1-2 TL Kressi-Essig
Salz und Pfeffer
Schnittlauchröllchen oder etwas Lauch von Frühlingzwiebeln
2 EL Öl

Salatkartoffeln in Salzwasser garen, pellen und in dünne Rädle schneiden.
Die Fleischbrühe erhitzen, Zwiebel Essig und Gewürze dazu geben und kurz dünsten.
Die Fleischbrühe nach und nach zu den Kartoffeln gießen.
Evtl. noch einmal abschmecken und ganz zum Schluß das Öl dazu geben.


Der Kartoffelsalat muß so richtig schee schlotzig sein - deshalb nicht mit Brühe sparen.
Die Kartoffeln sollten noch warm sein. Dann nehmen sie die Flüssigkeit schön auf.

Der Salat schmeckt mir lauwarm am besten.

Manchmal schneide ich eine Salatgurke in dünne Rädle oder einen Endiviensalat in feine Streifen und mische es unter den Salat.





Kommentare:

  1. In der alten Boiz wär' ich ja gerne mal zu Gast. Stelle ich mir herrlich vor! Danke Dir für's Mitmachen!

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  2. Genau so funktioniert schwäbischer Kartoffelsalat:-)

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  3. Genau so wird der Kartoffelsalat auch bei uns serviert.

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  4. Hallo liebe Manuela, so habe ich ihn auch am liebsten. Wir machen den in Österreich auch genau so. Hier im Sauerland kennen sie diese Variante nicht so, da wird er mit Mayonaise gemacht.

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